Ein neues Dach muss her!
Im September gab es ein Bemerkenswertes Wiedersehen mit Jose, der inzwichen 5 Kinder mit Maria hat. Wir waren damals schwer Enttäuscht,
als er mit unreifen 17 Jahren das Nachbarmädchen geschwängert hat, bedeutete dies das "aus" der weiteren Schulbildung. Im Allgemeinen halten
hier diese Jugendliebschaften nicht und unsere Befürchtung war, das weitere Waisenkinder zurückbleiben.
Im Fall von Jose und Maria hat sich dies nicht bewahrheitet: sie halten fest zusammen, stellen Gottes Wort über ihre Familie und kämpfen sich
nach bolivianischer Art mit einem minimalen Auskommen durchs Leben.
Ihre derzeitige Einnahmequelle ist der Verkauf von Mittagessen. Aber ihr Haus befindet sich in einem erbärmlichen baulichen Zustand.
Den Gästen könnte in jedem Augenblick das Dach auf den Kopf fallen! So haben wir uns kurzer Hand entchlossen, ein Vordach zu finanzieren und auch
praktisch beim Bau mit anzupacken.
So kauft Wolfgang also Material: Eisenprofile beim Großhändler, Sand in kleinen Mengen, Zement. Die Angestellten schleppen alles mit Muskelkraft herum!
Eindrücke vom Alltag im "Projekt", wie wir uns angewöhnt haben zu sagen
Wenn ein Mädchen 15 Jahre alt wird, gibt es eine besondere Feier: Herzlichen Glückwunsch Fernanda!
Rechts mit Besuch aus Deutschland vor dem Eingang vom "Projekt", nachdem wir in Montero gemeinam das Behindertenheim angeschaut haben.
Behindertenheim in Montero: ein Arbeitszweig der Stiftng RENUEVO
Die Insassen in Heim "Providencia" freuen sich immer, wenn Besuch kommt. Für Frau Karen aus Deutschland, die im Auftrag mehrer Organisationen die Möglichkeiten für Praktikanten auskundschaftet, stellt sich schnell heraus: die Bedingungen für deutsche Voluntäre sind zu anspruchsvoll.
Behindertenheim in Cotoca: ein weiterer Arbeitszweig der Stiftng RENUEVO
Nach vielen Jahren erfolgreicher Betreuung von Behinderten Menschen durch einen katholischen Träger ist das Behindertenheim "Teresa de Los Andes" pleite gegangen. Seit zwei Jahren hat die Stiftung "Renuevo" die Verantwortung übernommen, Leiter ist unser Pastor Hugo Otero. Zu diesem Jubiläum wurde gefeiert und neben Presse auch örtliche Mandatsträger eingeladen.
Halloween - unübersehbar
Also mal im Ernst: für alle die keine Erkenntnis über die geistlichen Zuammenhänge beim Thema Tod haben, mag die Veralberung dazu
belustigend sein. Auch wenn Halloween völlig aufgesetzt ist und hauptsächlich komerziellen Zwecken dient, so ist es für uns abstoßend,
wissen wir doch, dass die geistige Welt real ist. Wehe wer nach seinem Ableben auf der falschen Seite steht!
Zur Präsidentschaftswahl am Sonntag dem 19. Oktober ist bereits ab Freitag der Verkauf und Konsum von Alkohol verboten. Im Supermarkt
werden alle alkoholischen Getränke abgeschirmt. Eine bolivianische Eigenheit...
Morgendliche Andacht im Rehazentrum
Wolfgang hält Donnerstags die Morgendandacht im Rehazentrum von 7h bis 8h.
Große Pläne mit einem Grundstück in La Guardia, ein paar Kilometer südlich von Santa Cruz
Die Stiftung RENUEVO hat ein Grünstück überlassen bekommen, welches sich durch seine Lage im angrenzenden hügeligen La Guardia südlich
der Stadt Santa Cruz abseits im "Wald" für hervorragende Ideen eignet: in Zusammenarbeit mit der "Universidad Catolica" soll dort nun ein
ökologisches Bauprojekt starten.
Allerdings muss erst einmal "gerodet" werden: während bereits das Fundamet für den Bau angelegt wird, versucht Wolfgang mit Männern vom
Rehazentrum den Zufahrtsweg zugänglich zu machen. Gekocht wird auf offenem Feuer... und ein riesiger Felsen, der im Weg liegt, wird mit
Hammer und Meißel zerschlagen!
Im Rehazentrum "Canaan"
Garten - Gewächshaus... und der Wagen, der ständig kaputt ist.
In und um Santa Cruz - eine Stadt mit vielen Gesichtern
Leider mit ewig langen Schlangen an den Tankstellen: Zum einen kann der Staat die Subventionen nicht mehr aufbringen, zum anderen verschwindet der Treibstoff illegal in den Nachbarländern, dort ist er dreifach soviel wert. Korruption total!
Gemeinde Canaan
Die Stimmung ist ausgelassen und die Frauen tanzen fröhlich nach dem Gottesdienst vom 26. Oktober, dem Geburtstag vom Pastor.
Am 12. Oktober hat Dorothea in einer Predigt ihre Erfahrungen als Krebspatientin weitergegeben. Wir haben ja viele Wunder erlebt und so wurde ihr Zeugnis mit Freude aufgenommen.
Max ... was hast du wieder angestell?
Beim stromern hat sich Max wahrscheinlich mit einem Stachelschwein angelegt. Seine Schnauze war rund herum mit Stacheln bestückt. Diese
sind schmerzhaft, auch beim herausziehen. 4 oder 5 konnten wir nicht selber entfernen, und so muss er zum Tierarzt nach Santa Cruz.
Wir waren alle heilfroh, als er wieder in seinem Zuhause in Los Chacos war, denn er hat sich unmöglich benommen - ein Lauskerl!
Viel Regen, und ausgerechnet wenige Meter von Zuhause bleibt der Tundra stecken!
Die Regenzeit Ende 2025 setzt schon früh ein. Es regnet aus allen Kübeln. Was Wolfgang nicht wusste: der Zufahrtsweg zu unserem Haus in Santa Cruz wurde während unserer Zeit in Deutschland (zwischen März und August) für ein Wasserrohr aufgegraben, aber beim Zuschütten nicht ordentlich verdichtet. Nun, der Weg sah mit viel Bauschutt befahrbar aus, aber er war wie ein Sumpf... da hilft der beste Allradwagen nichts.
Wenn es regnet, dann richtig... meistens geht das Wasser so schnell wie es kommt auch wieder. Deshalb sind die vielen Kanäle in Santa Cruz so wichtig. Das Foto mit dem roten Tor ist die Strasse vor unserem Haus in anta Cruz.