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Dezember 2022

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Sep 22


Liebe Freunde!

HERR, (...), du hast Gnade zu meiner Reise gegeben

1. Mose 24, 56a

Ein wunderbarer Heimatdienst liegt hinter uns. Als wir Anfang des Jahres anfingen über unsere Zeit in Deutschland nachzudenken, standen diese Monate wie ein großer Berg vor uns. So viel Dinge waren zu beachten, zu klären, zu organisieren. Nun liegen diese sechs Monate hinter uns und wir sind in unserer Wahlheimat Bolivien wieder gut angekommen. Mit einem sehr dankbaren Herzen staunen wir darüber, wie unser HERR und Gott doch alles so wunderbar geführt hat! Wir sind dankbar für alle Bewahrung auf deutschen Straßen. Insgesamt waren es 11.800 Kilometer, die wir von Flensburg, der nördlichsten Stadt Deutschlands, bis in die Schweiz nach Thun, und von dem westlichen Belgien bis in den äußersten Osten nach Zittau gefahren sind. Jeder Besuch, jede Veranstaltung war einzigartig und gesegnet.


Möglich war die große Mobilität nur durch den Leihwagen der VDM - Vielen Dank!

Wir sind sehr dankbar für jede Freundschaft, die wir vertiefen durften, für jedes Gespräch, jede Begegnung, die unser Leben bereichert hat. Wir durften sehr viele schöne Momente genießen und erlebten überall große Wertschätzung sowie echtes Interesse. Wir staunen, dass wir trotz der über 100 Begegnungen und Vorträge nicht müde wurden, auch staunen wir über einige finanzielle Wunder. Wir sind dankbar über Dorotheas Eltern und für die gemeinsame Zeit, die Gott uns mit Ihnen und mit unserem Thomas geschenkt hat. Ebenso durften wir Wolfgangs Brüder in der Demenzversorgung von unserer Mutti zur Seite stehen. Wir konnten sogar noch einen Tag vor unserem Abflug, an der Familienfeier zum 90. Geburtstag von Dorotheas Patentante dabei sein!

Nun sind wir auch dankbar für ein gutes Ankommen wieder in Bolivien. Hier hat Gott seine schützende Hand über Haus und Tiere gehalten. Es ist offensichtlich, Gott, der HERR, hat Gnade zu unserer Reise gegeben! In Jesaja 26, 3 heißt es „Herr, Du gibst Frieden dem, der sich fest an Dich hält und Dir allein vertraut. Ja, vertraut dem Herrn für immer, denn er, unser Gott, ist ein starker Fels für alle Zeiten.“ Diesen Frieden im Herzen zu erleben ist etwas sehr Kostbares, und er hilft auch über den Abschiedsschmerz hinweg, den wir, trotz aller Dankbarkeit, im Herzen verspüren.


Links: Auf der Fahrt vom Flughafen nach Hause muß das Taxi schon Strassensperren umfahren.
Mitte und Rechts: Die gesamte Stadt Santa Cruz befindet sich im Aufstand, überall gibt es Strassensperren.

Santa Cruz begrüßte uns mit 30° Grad und stürmischem Nordwind, aber auch mit Straßenblockaden und politischer Anspannung. Auf Umwegen hat uns das Taxi vom Flughafen nach Hause gebracht. Die Hochburg der rechten Opposition befindet sich, mal wieder, seit 20 Tagen im gewaltfreien Wiederstand, die Geschäfte sind geschlossen, die Straßen nicht passierbar. Es geht um die Forderung, die auf Oktober 2022 geplante, und schon komplett vorbereitete und finanzierte Volkszählung, die die Regierung wegen fadenscheinigen Gründen plötzlich auf 2024 verlegte, nächstes Jahr abzuhalten. Eine legitime Forderung, denn alle 10 Jahre wird die im Grundgesetz verankerte Volkszählung durchgeführt um die Verteilung der Steuergelder sowie die Sitze im Parlament anzugleichen. Dadurch würde das Tiefland mit der aufstrebenden Millionenstadt Santa Cruz an politischem Gewicht gewinnen. Zudem würden die neuen Erhebungen ganz neue Voraussetzungen für die anstehenden Wahlen im Jahr 2025 schaffen. Das passt der links orientierten Regierung nicht. Es gab diese Woche halbherzige, und nun gescheiterte Verhandlungen über das Datum der Volkszählung.

Es ist ein Machtkampf, zwischen Links und Rechts, und die Fronten verhärten sich weiter. Als außenstehende Beobachter stellen wir fest, dass sich die Konfrontationslinien stark an der ethnischen Zugehörigkeit orientieren: als zwei kulturell verschiedene Volksgruppen stehen sich Hochländer und Tiefländer unversöhnlich gegenüber. Seit gestern gibt es an verschiedenen Punkten vermehrt heftige, blutige Auseinandersetzungen. Rassistische, hasserfüllte Kommentare sind auf beiden Seiten zu hören, und wie immer in Krisensituationen gibt es auch eine Menge Falschinformationen. Am Sonntag, den 13. November, soll in Form von einer Volksbefragung der Santa Cruzer, neue Entscheidungen getroffen werden. Die Christen der Stadt bleiben nicht untätig. Egal welcher Denomination oder Gemeinde zugehörig, sie versammeln sich abends an „ihrem“ Streikpunkt, singen und beten und veranstalten Gottesdienste. Seit zwei Tagen gibt es zahlreiche Aufrufe zum fasten und beten und auch wir bitten unseren Herrn um Lösung für diesen Konflikt und um Frieden im Land.


Wir persönlich wurden liebevoll von einigen unserer Projektfamilien willkommen geheißen, und nach vier Tagen fühlen wir uns schon wieder fast wie zuhause. Die Koffer sind ausgepackt und durch den Streik haben wir unerwartet mehr Zeit. So können die vergangenen Monate noch nachhallen und die vor uns liegenden Aufgaben sortiert und vorbereitet werden.

Mit diesem Rundbrief kommt auch unsere Weihnachtskarte zu Euch nach Hause. Und so wollen wir es nicht versäumen, uns ganz besonders auch bei all denjenigen zu bedanken die uns durch ihre finanzielle Unterstützung große Wertschätzung ausdrücken. Wir haben in Deutschland viel Bestätigung und positives Feedback erhalten, welches uns jetzt hier mit Rückenwind und neuem Mut unsere Projekte angehen lässt. Der Herr segne Euch reichlich dafür!

In dem Wissen, dass unser Herr seinen Frieden allen gibt die an IHM festhalten wünschen wir eines gesegneten und fröhlichen Adventes und Weihnachtszeit!

Herr, Du gibst Frieden dem, der sich fest an Dich hält und Dir allein vertraut. Ja, vertraut dem Herrn für immer, denn er, unser Gott, ist ein starker Fels für alle Zeiten.“ Jesaja 26,3 Im Herrn verbunden senden wir herzliche Grüße,
Euer Wolfgang und Dorothea.






Für unsere Öffentlichkeitsarbeit haben wir eine Broschüre drucken lassen. Sie beschreibt auf 16 Seiten unseren Werdegang, Berufung sowie Stationen unseres Dienstes in Bolivien. Ausführlich beschreiben wir unser Projekt „für eine bessere Zukunft“ sowie die Arbeit von Wolfgang im Rehabilitationszentrum. Die Broschüre ist attraktiv und ansprechend aufgemacht und eignet sich auch zum weitergeben.Gerne darf sie bei uns bestellt werden!

Du hast noch keine Broschüre erhalten?
Bitte melde dich bei uns unter wdlandes@vdm.org.

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Sep 22

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