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März 20

Februar 2020


Dez 19


Im Februar beginnt das neue Schuljahr. Somit benötigen unsere 30 Projektkinder ihre Schulsachen.


Die Schüler bekommen in den ersten Wochen mitgeteilt was sie in diesem Jahr an Material benötigten werden. Grundschüler erhalten eine Liste. Diese werden nun Dank der Paten eingekauft, auch die Schuluniform und Schuhe gehören dazu.


Die Utensilien sehen auf den ersten Blick nach "wenig" aus, repräsentieren aber einen hohen ökonomischen als auch emotionalen Wert. Die Schüler sind glücklich, dankbar und fühlen sich besonders geliebt! Das drücken sie dann sehr rührend in ihren Dankesbriefen an ihre Paten aus!

Elternabend


Wir nutzen den monatlichen Elternabend um an die anwesenden Schüler die Schulranzen zu übergeben.


Wir haben schon viel über Armut und ihre Ursachen nachgedacht und geschrieben. Immer wieder kommen wir dabei an den Punkt, daß das Fehlen von Werten und Prinzipien eine der Ursachen für Armut und Korruption sind. Dieses Jahr haben wir dies zum Thema gemacht: "Werte und Prinzipien". In diesem Elternabend haben wir erst einmal darüber nachgedacht was Werte und Prinzipien sind, und wie sie sich unterscheiden, bzw. wie sie in der Familie umgesetzt werden.


Manche der Schulmaterialien konnte Dorothea beim Großhandel erwerben, sie werden bei uns Zuhause ausgegeben.

Hausaufgabenbetreuung


Sobald die Schule anfängt, beginnt auch unser Angebot der Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfeunterricht. Eine Lehrerin, sowie zwei Hilfskräfte betreuen fachmännisch die Schüler!


Die Grundschüler kommen besonders gerne, sie hören eine Bibelgeschichte, singen und werden liebevoll in ihren Hausaufgaben begleitet. Unglaublich, wieviel Spiralordner die Sekundarstufe benötigt. Jedes Fach ein Ordner, d.h. pro Schüler 10 Stück. Die Kinder (rechts) sind neu im Projekt, sie freuen sich besonders über die Schuhe!


J. ist ein besonders strebsames Kind. Als Klassenbester nörgelt er gerne wenn er nicht alles was er braucht sofort bekommt. So ist er besonders glücklich durch das Projekt alles zu bekommen. Die junge Mutter (rechts) von fünf Kindern ist auch neu im Projekt. Sie freut sich über eine Lebensmittelunterstützung.


Manchmal macht Dorothea unangekündigte Hausbesuche, so wie hier, wo die Mutter dann keine Zeit mehr hatte aufzuräumen. Ein Zimmer als Wohnraum muss genügen, mehr gibt der Lohn der alleinerziehenden Mutter nicht her. Hier leben vier Mädchen und ein Junge, alle im Teenageralter, wo eigentlich räumliche eine Trennung der Geschwister dran wäre.


Das revolutionäre Jugencamp


Als Teil der Musiker für das Jugendcamp beginnen für Wolfgang die Vorbereitungen schon recht lange im Vorraus. Intensives üben des ausgesuchten Musikrepertuars, zuerst alleine, dann mit der Band und schließlich am Vortag der Abfahrt das Verstauen der PA Anlage auf dem Pickup.


Das Camp findet ca. 300 Km in einem ehemaligen Internat für nortamerikanische Missionarskinder nahe der Kleinstadt Comarapa statt. Dazu fährt man fünf Stunden von Santa Cruz in die Berge an Samaipata vorbei. Das Jugendcamp hat den Namen "Revolucion Espiritual" (etwa: Spirituelle Revolution) und ist zwar für alle Altersgruppen offen, aber doch eher für Jugendliche konzipiert.
siehe auch Beitrag vom Mai 2014


Es gibt inzwischen zu Beginn einen Teil, der an ein Tecnokonzert erinnert, aber alles schön "brav" mit christlicher Musik.


In den 3 Tagen wird jeder durch die Gemeinschaft und die Predigten, die verschiedenen Aktionen und auch durch das tolle Essen angesprochen.


Seit Jahren sind wir im Team, Wolfgang als Drummer und Dorothea im Staff, mit dabei.


Für uns ist es jedes Mal ein tolles Erlebnis. Immer wieder schön zu sehen wie Gott wirkt, die jungen Menschen anspricht, sie heilt und befreit. Wir sind gesegnet unseren Teil dazu beitragen zu dürfen.

Geburtstag!


Zu Wolfgangs Geburtstag haben wir in diesem Jahr ein größeres Fest ausgerichtet.


Die geladenen Gäste sind fast alle aus dem Umfeld des Musikteams der Gemeinde.


Es war eine schöne Atmosphäre und kulinarisch waren alle reichlich versorgt.


Eine Präsentation von Wolfgang gab Einblick in sein Leben und auch seine Herkunft, was für viele Gäste sehr ansprechend war, ist es doch eine andere "Welt" aus der wir als Deutsche kommen.


Am eigentlichen Geburtstag, dem 16. Februar gab es dann unser traditionelles Geburtstagsfrühstück.

Los Chacos


In Los Chacos wird auch Geburtstag gefeiert. Unser "Enkelkind" Samir wird 5 Jahre alt.


Dazu sitzen wir natürlich am Abend noch einmal zum feiern zusammen!


Im Februar sind die Blätter der Aloe Vera prall und zahlreich, da freut sich Dorothea über eine gute Ernte.


Ein überraschender Todesfall einer verhältnismäßig jungen Frau in Los Chacos. Die Form, wie die Verbliebenen in ihrer Trauer von der Verwadtschaft und Freunden begleitet werden ist kulturell eng in der Gesellschaft verwuzelt.
Es ist Fastnachtszeit (Karneval) und eigentlich wären wir schon auf dem Heimweg (--> diese Information ist zur Erklärung der nächsten Ereignisse von Bedeutung.)


Auf der Landstrasse kurz vor der Stadt Montero bewerfen Jugendliche und Kinder die vorbeifahrenden Fahrzeuge mit "Wasserbomben" (mit Wasser gefüllte Luftballons). Auserhalb der Ortschaft und auf freier Strecke ist die Reisegeschwindigkeit hoch, wir haben gerade einen LKW überholt, und geben durch Hupe und Lichthupe der am Strassenrand stehenden Gruppe zu verstehen, dass wir unbehelligt bleiben wollen. Nichts destotrotz werfen mehrere Personen ihre Ladung und im gleichen Momennt gibt es einen harten Aufprall, die Windschutzscheibe auf der Beifahrerseite zerspringt, bleibt aber noch im Rahmen.


Wir halten an und beschweren uns, werden aber nicht nur beschimpft, sondern auch noch belogen, angeschuldigt und in einer Art behandelt, die man nur mit unsäglicher Unverschämtheit umschreiben kann. Weil die Vermutung besteht, dass einer der Wasserballons unter Umständen gefroren war, oder eine Glasmurmel oder einen Stein enthielt, wollen wir uns an die Polizei wenden.
"Der Tor spricht in seinem Herzen: «Es ist kein Gott!» Sie begehen verderbliche und greuliche Handlungen; keiner ist, der Gutes tut." Psalm 14, Vers 1
"Steine und Sand sind schwere Lasten, doch der Ärger, den ein gedankenloser Schwätzer (ein törichter Mensch) verursacht,
ist noch schwerer zu tragen als sie beide."
Sprüche 27, Vers 3
In der Stadt (Montero) waren wir dann zuerst bei der Verkehrspolizei: das sonst reichlich mit Beamten bestückte Gebäude ist leer. Ein Polizist weigert sich geradezu uns Gehör zu geben, er bringt tausend Ausreden weswegen er und seine Dienststelle nicht zuständig sind. Ein Grund sei der, dass die Täter ihn ja auslachen würden, wenn wir mit ihm (also der Polizei) am Tatort auftauchen würden.
Also fahren wir zur angeblich zuständigen Dienststelle: dort das gleiche. Der einzigste Beamte ist nicht zuständig. Schließlich sei Karneval - dies ist übrigens auch das Argument der Täter, wir seien selber Schuld, wenn wir an Karneval bei ihnen vorbeifahren würden!

Viele Jahre haben wir solche und noch viel schlimmere Geschichten über das Verhalten der Leute an Karneval gehört. Deshalb sind wir besonders am Ende der "Feiertage" nicht unterwegs, aber am heutigen Tag wurden wir aufgehalten, und dies kam uns nun teuer zu stehen: Auch die Anzeige am folgenden Tag in Santa Cruz hat nichts gebracht. Ein Anwalt in Montero hatte die Größe, die Wahrheit über die Polizei zu schildern, weil er ehemaliger Polizeibeamter ist: das Einzigste was die Beamten machen würden ist vom Opfer (also von uns) Geld für die "Verfolgung der Täter" zu verlangen. Da sagen wir nur: "Gute Nacht Bolivien", der wahre Grund der Missstände im Land ist eben doch ein generell fehlendes rechtstaatliches Bewustsein, ein Mangel an Verbindlichkeit und Weisheit. Die Scheibe kostet etwa 250 Euro, wir waren froh, daß wir diese verhältnismäßig unkompliziert haben ersetzten lassen können.



Beim anstreichen dieser Metallteile kommt eine kleine Bienenart, angezogen durch die Farbe oder den Duft, und sammeln die Pigmente als wäre es Pollen. Wir können uns vorstellen, das dies nichts gutes für ihr "Volk" ist, aber sie lassen sich auch nicht davon abhalten....

 

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Gottes Segen!


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