Dorothea & Wolfgang Landes
Hogar de Niños
"Wayne Walker"

Juli 2012

Los Chacos, Santa Cruz - Bolivien

   Frühere Kinder von "Wayne Walker"

13 Seiten mit Bilder vom Alltag der Kinder

und: als wir noch jünger waren

Ich bin Angelo, der Bruder von Roger, Diego und Fernando.

Weil im August 1999 bei einem Sturm morgens um 5 Uhr eine Wand des Hauses einstürzt, ist meine Mutter schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, wo sie den Verletzungen erliegt. Ich habe dicht bei der Mutter geschlafen, und wurde mit mehreren Schädelhirntraumas über 2 Monate im Krankenhaus behandelt. Leider ist ein unheilbarer Schaden geblieben.

Angelo hat uns auf Grund seiner Behinderung insgesamt die größten Schwierigkeiten bereitet. Leider hat er alle ihm ein menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen, durch sein eigenwilliges Verhalten zu nichte gemacht, so daß er inzwischen auf der Straße gelandet ist.


Angelo


Erinnerung an die Vorderansicht des Heims in Los Chacos.

Ab 2007 mit neuem Anstrich.


Ich bin Roger, der Bruder von Fernando, Angelo und Diego.

Irgendwann am Anfang des Jahres 2011 hatte ich "die Schnauze voll" von Schule, Erzieherinen und dem Heimleben. Da habe ich entgegen allem Bitten das Kinderheim verlassen um mein eigenes Glück zu suchen.

Roger hat seither X-Mal seinen Wohnort und Arbeitsstelle gewechselt. Seit Juli 2012 ist er der Armee als Soldat beigetreten.


Ich bin Florentino, der jüngste Bruder von Juan und Pedro.

Ich bin sehr geschickt im Umgang mit Maschinen und habe in der Landwirtschaft früh Traktor fahren gelernt. Die Schule war für mich zu schwer weswegen ich nach dem Schulabbruch eine Mechanikerausbildung zusammen mit Thomas in Montero begonnen habe. Obwohl ich die Abschlußprüfung nicht gemacht habe, bin ich als Mechaniker in einer großen Werkstatt in Santa Cruz eingestellt worden und habe ein Zimmer im gleichen Haus wie Felipe in Santa Cruz bezogen. Das war schon vor dem Umzug der anderen.

Florentino hatte wohl die engste Beziehung zu Thomas. Leider hat er vermutlich den Ansprüchen an Tapferkeit, Disiziplin und Herausforderungen in der Hydraulikfirma nicht genügt und trotz Einbindung in ein soziales Netzt der Gemeinde (Celula) mit Firmenkollegen hat er die Arbeit in der ersten Hälfte 2012 geschmissen. Seither meldet er sich auch bei Thomas nicht mehr. Er verkauft für die Eltern seiner Freundin Obst in Santa Cruz.


Erinnerung an zwei der Buben Zimmer (links: mit Darwin):


Das Büro mit Delina:


Ich bin Carlos, der Bruder von Antonio.

Zusammen mit Antonio und Darwin konnte ich das Gymnasium in Montero besuchen und habe mich dann gefreut Anfang 2011 zu meiner Mutter nach Santa Cruz ziehen zu können.

Carlos geht erfolgreich in die Schule und macht nebenher seinen Wehrdienst (eine mildere Form für Abituranwärter in 8 Monaten jeweils am Wochenende).


Ich bin Jose.

Ich habe wie Juan Carlos bereits vor dem Verkauf in Los Chacos die Schule in Santa Cruz besucht und bin nach dem Umzug der anderen zur Gruppe mit Delina zurückgekehrt.

Leider war mein Hauptproblem letztlich meine Faulheit und so habe ich die Schule geschmissen. Daß ich dann noch ein minderjähriges Mädchen aus der Nachbarschaft gescwängert habe war der Auslöser, daß ich die Jungengruppe stillschweigend verlassen habe. Ich lebe nun mit meiner Freundin mit ihrer Mutter und Geschwistern in ärmlichen Verhältnissen zusammen. Im Juni 2012 kam mein Kind zur Welt. Aber Faulheit kann ich mir nun nicht mehr Leisten: ich arbeite erfolgreich in der Billiartischfabrik.


Ich bin Marcelo.

Mein Leben hat schwierig begonnen, weil mene Mutter Drogenabhängig war und die Erfahrung als Straßenkind bevor ich in verschiedene Kinderheime kam hat seine Spuren hinterlassen. Wohl am meisten macht mir der Kleinwuchs zu schaffen.

Marcelo kam erst später zur Gruppe dazu (2005), hat aber gravierende Integrationsprobleme gehabt. Wohl wegen Dauerfrust hat er es vorgezogen im Januar 2010 überraschend das Heim zu verlassen. Es begann eine Zeit der Vagabundiererei zwischen Los Chacos (dort bei unterschiedlichen Dorfbewohnern) und anderen Orten. Er ist mit Angelo auch schon in unser Haus eingebrochen und seit 2012 hat sich für uns seine "Spur" verloren".


Ich bin Jessica.

Wegen dem Heimatdienst von Wolfgang und Dorothea mußte ich Mitte Januar 2009 in das christliche Mädchenheim "Hogar de Niñas Cristo viene pronto" in der Stadt Santa Cruz umziehen. Ich bin dort zur Schule gegangen und konnte nebenbei noch viele andere Dinge wie etwa Friseuse oder Maniküre lernen.

Nachdem meine Eltern wieder in Los Chacos waren, konnte ich Anfang 2010 wieder zu ihnen nach Los Chacos kommen. Ich bin dann mit Carlos, Darwin und antonio in Montero zur Schule gegangen.

Jessica hat leider große Persönlichkeits-Schwierigkeiten entwickelt und ist geflüchtet. Mehrere Monate war sie verschwunden, hat sich dann gemeldet aber ist nie wieder zu uns zurückgekommen. Sie hat einige Wohnungswechsel und Arbeitsstellen hinter sich. Inzwischen lebt sie wieder in Los Chacos und ist glücklich mit ihrer Jugendliebe Nilton. Das Verhältnis zu ihr hat sich wieder so gut erholt, daß sie uns wieder besucht und auch um Rat frägt. Eine hoffnungsvolle Entwicklung!


Ich bin Analena, die Tochter von Marianela.
Ich bin am 12. Juli 2005 im Kinderheim "Wayne Walker" zur Welt gekommen, meine Eltern sind Marianela und Juan, die inzwischen beide nicht mehr im Kinderheim "Wayne Walker" leben.

Meine Mutter hat im Mai 2008 entschieden das Heim zu verlassen und weil hier dann nur größere Jungs um mich herum waren (Jessica hat bei Familie Landes gewohnt), wurde ich im januar 2009 in ein Kinderheim mit vielen anderen Kindern meines Alters verlegt. Zuerst war ich in einem großen katholischen Heim. Da kannte ich niemanden und ich war so traurig. Dann wurde ich zur Jessica verlegt und seit Ende Oktober 2009 durfte ich wieder zu meiner Mama zurück, wo wir mit meinen neuen Geschwistern eine Familie sind.
Zur Zeit lebt sie mit Jessica und Nilton in Los Chacos, während ihre Mutter mit ihrem Mann auf Grund von zu hohen Schulden Los Chacos heimlich verlassen hat..


Ich bin Marianela, die Mutter von Analena.

Ich hatte keine Lust mehr mich ständig bevormunden zu lassen, auch will ich nichts mehr von der Schule wissen, ich möchte lieber arbeiten und habe entschlossen, im Mai 2008 Wayne Walker zu verlassen.

Zuerst habe ich in Montero gelebt, wo ich Essen für eine Frau verkauft habe, später dann Kleider und dann arbeite ich auch als Kindermädchen in einem Bürgerlichen Haushalt.

Seit November 2008 habe ich meinen jetzigen Mann Bartolome kennen gelernt. Wir sind nun zusammen mit Analena eine richtige Familie und leben zusammen in Los Chacos. Im Oktober 2009 habe ich mein 2. Kind (Oscar) bekommen, im Mai 2012 das Dritte.


Ich bin Pedro, der Bruder von Juan und Florentino.

In der Schule bin ich nie richtig zurechtgekommen, aber alle praktische Arbeit macht mir viel Spaß.

Mit dem Beginn der großen Ferien Ende 2007 arbeite ich vollzeitlich in der Milchwirtschaft vom Kinderheim mit. Seit Januar 2008 bin ich aus dem Kinderheim ausgezogen und lebe zusammen mit Nilton in einem Haus von Wolfgang und Dorothea.

Leider hat Pedro entgegen allen Ratschlägen und Hoffnungen unsererseits einen Eigenwilligen Weg eingeschlagen: am 8. März 2008 hat er heimlich  seine 7 Sachen gepackt und ist ohne Bescheid zu sagen verschwunden. Wir haben seither nichts mehr von ihm gehört. siehe auch


Ich bin Juan

und weil ich heimlich mit Marianella ein Verhältnis begonnen habe, musste ich in ein anderes Kinderheim, aber inzwischen lebe ich in Santa Cruz bei meinem großen Bruder Jonny.

Ab und zu komme ich vorbei.

Der letzte Besuch ist inzwischen Jahre her und die Spur von Juan hat sich verloren.


Ich binFernando, der älteste Bruder von Angelo, Roger und Diego.

Mein Vater ist Alkoholiker und verließ die Familie. Meine Mutter suchte daraufhin Zuflucht bei ihrer Schwester die mit 8 Kindern auf engem Raum lebt. Das Zusammenleben der nun 15 Personen wurde durch die Baufälligkeit des Hauses erschwert. Dann kam es zu einem Unfall, wobei unsere Mutter ums Leben kam.

Weniger schön ist die Tatsache, dass Fernando sich gegen ein Leben in Los Chacos entschieden hat. Als er nach einem Diebstahl Hausarrest bekommt und daraufhin zu randalieren anfängt, stellt Stefan ihn vor die Wahl: entweder er hält sich an die Regeln des Hauses oder er wählt ein Leben außerhalb des Heimes. Fernando zieht Zweiteres vor, packt seine sieben Sachen und geht. Am 25. November 2006 ist er plötzlich mal aufgetaucht, seither haben wir nichts mehr von ihm gehört.


Ich bin Abigail.

Mit 14 Monaten kam ich in die Familie von Wolfgang und Dorothea, doch seit Mai 2001 lebe ich im Norden Spaniens mit meinen Adoptiveltern.

Bisher haben wir nie mehr etwas von Abigail gehört.

 

Die Kinder, die noch zur ersten Gruppe gehören und mit Delina in Santa Cruz leben

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