Dorothea & Wolfgang Landes
Hogar de Niños
"Wayne Walker"

Dezember 2007

Los Chacos, Santa Cruz - Bolivien

Unser Weihnachten 2007


Rückblick 2007


Infobrief 2007

Liebe Freunde!

Nachdem wir nun von einigen Freunden winterliche Weihnachtsgrüße bekamen (ganz lieben DANK dafür), hier nun ein Einblick mit ein paar Bildern in unser subtropisches Feiern ...

Weihnachten hier in Bolivien besteht hier meist "nur" aus einem gemeinsamen Essen um Mitternacht in der Familie. Den in Deutschland traditionellen Kirchgang gibt es hier nicht. Erst in den letzten Jahren hat der Kommerz um das Weihnachtsfest zugenommen. Das Fest an sich hat hier keine kulturelle Bedeutung, und so wird es meist nur als eine gute Gelegenheit zum saufen genutzt.

Um einen Gegenpol zu bilden, feiert unsere Muttergemeinde nun schon seit Jahren Anfang Dezember das jüdische Lichterfest, Chanukka. Acht Abende lang wird, wie in Israel auch, der Befreiung des jüdischen Volkes von der griechischen Vorherrschaft durch den Makkabäer Aufstand 164 v Chr. gedacht.

Nach der Rückeroberung Jerusalem wurde zu allererst der Tempel gereinigt. Dabei wurde altes Tempelöl gefunden welches aber nur für einen Tag reichte. Um neues Öl nach den Reinheitsgeboten herzustellen, brauchte man aber acht Tage. Nach längerer Diskussion der damaligen Leiter, die Einen vertraten die Position, man könne im Angesicht der Notlage auch unreines Öl verwenden, die Anderen meinten man solle bis zum Möglichen sich an die Gebote halten, der Rest sei dann Gottes Sache, entschied man sich den Tempel sofort einzuweihen. Auf wundersame Weise vermehrte sich das Öl in der Lampe, sodaß sie acht Tage leuchtet, bis das neue Öl zum Einsatz bereit war.

Somit ist Chanukka, das Lichterfest, eines der schönsten Feste Israels. Jeden Abend, bei Sonnenuntergang wird auf der Chanukkaih, dem Leuchter der im Fenster steht, eine Kerze mehr angezündet. Es ist eine besondere Woche für und mit der Familie. Am ersten und am achten Abend bekommen die Kinder je ein Geschenk, es werden besondere Segensgebete gesprochen, besonderes Gebäck gebacken und Zeit als Familie verbracht.


Sonntag 16.12.2007 Dorothea erklärt die Bedeutung von Chanukka unserer Gemeinde

Diese Jahr hat auch mich die Chanukka Begeisterung ergriffen. Jesus ist unser Licht, unser Erlöser, unser Heil und unser Land. Wie schön, dies mit acht Tagen zu gedenken, mit segensspenden Worten für unsere Kinder, mit Zeit und tiefer Freude. Was für ein Segen vom Oberhaupt der Familie gesegnet und ermutigt zu werden, neu zu hören und zu erfahren daß Gott uns liebt, das größte Geschenk seines Sohnes uns gibt und wir uns deswegen lieben und uns beschenken dürfen.


Die Tanzgruppe beim Tanz.

Deswegen feierten wir am Sonntag 23.12. einen sehr speziellen Segnungs-Gottesdienst. Besonders waren die Männer gefragt. Es war ein Experiment, denn unsere Männer, normalerweise scheu und sich hinter ihren Frauen versteckend, sollten führend sein, Ihren Frauen und Kinder segnen und ihnen das Abendmahl austeilen. Nach der Predigt von Wolfgang über die Berufung des Mannes hatten wir dann auch eine sehr bewegte Segnungszeit. Den einfachen Satz: "Ich liebe Dich und deswegen segne ich Dich", konnte jeder der Männer aussprechen und somit seine Familie mit reichem Segen beschenken.

Antonio reicht seinen Töchtern Ester und Bianca das Abendmahlbrot. (mittlerweile darf jeder, der gewiss ist, daß Jesus sein Herr ist, am Abendmahl teilnehmen. Das war nicht immer so (gell, Silke, Marcus und Beate), früher durften nur die Groß getaufen Mitglieder teilnehmen.)

Daß alle unsere Gemeindemitglieder präsent, und somit die Kirche voll war, hat uns natürlich besonders gefreut.

Als besondere Überraschung bekam jede Familie ein Geschenkpaket mit Geschenken für die Kinder und die Ehefrau mit nach Hause. Den Männern überreichten wir einen Abreißkalender, ein Fläschchen Salböl und einen Jahreskalender mit biblischen Sprüchen, damit das Wort Gottes in den Häusern überreich regiert. Die Resonanz auf diesen Gottesdienst spricht für sich. Marioly meinte: "es war der schönste Gottesdienst in meinem Leben!" Antonio meinte er habe sich schon lange nicht mehr so wohl mit seiner Berufung als Mann gefühlt.

Bei uns im Wohnzimmer

Weiter mit dem Feiern ging es dann am Nachmittag mit den Kindern vom Heim .

Zu Beginn gab es Eis: 8 Liter haben wir verputzt! Es ist gerade sehr heiß bei uns ...

dann gabs einige lustige Spiele, von den Praktikanten vorbereitet...und dann "Bescherung".

Acht Kinder dürfen auf Kings Kids, (DANK Sara Schäuble die den Großteil des Geldes bereitgestellt hat), die anderen Kinder freuten sich über Luftmatratze, Einmalfotokamera, Mp3 Player sowie ein Handy (für Pedro, der nicht auf Kings Kid wollte)

Zum Schluß servierten wir auf dem neuen Geschirr ein leckeres Abendessen.

So hat es auch den Kindern rundum gut gefallen. Heute, (25-12-07) lief Diego, den man eigentlich nicht hört und sieht, den ganzen Tag laut singend durch die Gegend. Roger (der gerne sich einmuckelt) stahlte heute auch über das ganze Gesicht. Die Großen sind von den MP4 Playern begeistert, die die leibliche Mutter von Carlos und Antonio aus Spanien geschickt hat.

Als Familie hatten wir gestern am Heilig Abend mit Sonia und Jessica ein leckeres Fondue Essen.

Geschenke und viel Spaß miteinander ...
Hier beim Versuch Ann-Kathrin mit ihrem neuen "Locken- Macher" zu verschönern.
Aber eigentlich ist das ja nicht notwendig.

Lustig war hier, daß Sonia und Jessica sich gegenseitig, unwissentlich, das Gleiche geschenkt haben,- eine große Tasche.

Ihr seht, es geht uns wirklich gut, auch ohne Schnee und Weihnachtsbaum. Ann- Kathrin und Thomas haben heute wieder Schule gemacht, sie müssen die nächsten zwei Wochen noch einiges an Arbeiten schreiben, denn am 4. Januar geht auch für sie Kings Kids, und somit drei Wochen Ferien los.

Morgen (26-12-07) Abend gibt es für die Frauen vom Dorf eine "Celula Especial" (spezielle Zellgruppe), die letzte in diesem Jahr. Dafür erwarten wir ca 30 Frauen, denn solche Sonderaktivitäten werden immer gerne besucht. Nächsten Sonntag (30-12-07) wollen wir die Hochzeit von Wilson und Pati feiern, den Jahreswechsel werden wir das erste Mal in unserer Bolivienzeit mit unserer Muttergemeinde in Santa Cruz erleben.

So grüßen wir Euch alle ganz herzlich. Wir wünschen Allen ein frohes Neues Jahr. "Das Beste kommt noch" ist ein viel zitiertes Motto in unserer Gemeinde, und es ist wahr, das Schönste liegt immer vor uns.

Ganz herzliche, liebe Grüße von Thomas, Ann-Kathrin,
Wolfgang & Dorothea Landes


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