Ein Container für Los Chacos - Laden und Versenden Ende 2009
Die Geschichte in Bildern: Beladen in Deutschland


Flaschenbäume

Container Ankunft

Während unseres Heimataufenthalts 2009 haben wir lange hin und her überlegt, ob wir wohl einen Container für unser Kinderheimprojekt in Bolivien beladen sollen. Die Resonanz auf eine Kleinanzeige im Juli 2009 gab dann den Startschuss für ein abenteuerliches Unternehmen.


Wir bekamen in kurzer Zeit eine Menge an brauchbaren Sachen angeboten und haben uns dann auf die Suche nach einem Traktor und einer Beregnungsanlage gemacht.


Auf Grund der Anzeige entstand ein Kontakt in den Schwarzwald (Simmersfeld Aichhalden), wo wir neben einem alten Melkstand auch einen 2000 Liter fassenden Milchtank überlassen bekommen haben. Mit Hilfe von Herold von der Gemeinde TL und dem Kleinlaster von Wolfgangs Vater, konnte der Tank nach zum Verladeplatz gebracht werden. (herzlichen Dank!)


Bei Ebay konnte Wolfgang eine Drehbank günstig erwerben, sie stand im Nachbardorf, wo der Container dann beladen werden sollte. Die Drehbank für unsere Kinderheimwerkstatt konnten wir mit einem Traktor und Anhänger von Peter abholen (klasse!).


Ab Ende September ging es dann richtig los mit dem Sammeln der einzelnen Sachen die für den Container bestimmt waren. Nun wird es ja auch höchste Zeit, wiel Ende Oktober unsere Abreise nach Bolivien feststand.
siehe auch

In Manching (Bayern) konnte Wolfgang eine Beregnungsanlage kaufen.
Auch hier hat ein lieber Freund beim abholen geholfen.


Beim Abholen der Beregnungstrommel taucht ein Traktor beim gleichen Maschinen-Händler zum Verkauf auf, der genau für den Milchviehbetrieb in Bolivien passen würde! Auf Initiative von Wolfgangs Freund Jürgen wurde der sofort gekauft. Der Traktor war mit 6.500,- Euro die teuerste Anschaffung.


Am 6. Oktober wird der Container angeliefert. Weil das Beladen sicher einige Tage in Anspruch nehmen wird und auch weil der Umfang der Ladung noch nicht feststeht, haben wir uns dazu entschlossen, den Container zu kaufen, damit wir nicht die hohen Gebühren für die Überzeit bezahlen müssen.


Inzwischen türmen sich die Sachen auf dem Bauernhof von Peter und Margot.


Ab dem 13. Oktober darf dann der Container von Seiten des Deutschen Zolls beladen werden. Zu aller erst kommt die Beregnungstrommel hinein: die Trommel passt ohne Fahrgestell Centimetergenau durch die Türe. Beim Kauf haben wir nicht richtig auf die Maße geschaut, nur per Augenmaß entschieden. Das hätte schief gehen können!


Dank Peters Radlader und dem Deutztraktor lässt sich der Regner in die 12 Meter lange Metallbox hineinschieben.


Dann kommen die kleinen Dinge dazu. In tagelanger Kleinarbeit verschwinden die Dinge im Container. Der scheint auf ein mal so klein zu sein ...


... denn draußen nimmt der Berg an Sachen gar nicht ab! Inzwischen ist es auch ordentlich kalt geworden.


Der Papa von Dorothea hilft mehrere Tage mit: ihm entgeht kein noch so kleines Schlupfloch, was dann mit irgendwelchen Kleidertüten vollgestopft wird.


Der Container ist schon halb voll, der Traktor ist kaum noch zu sehen. Es kommen immer noch Leute, die Sachspenden wie Fahrräder oder Kleider vorbei bringen.


Nun kommt der Milchtank hinein und danach die schwere Drehbank.


Am 22. Oktober, 5 Tage vor unserem Abflug nach Bolivien, können wir die Containertüre zu machen!


Nach unserer Ankunft in Bolivien am 28. Oktober, haben wir nochmals die Transportangebote geprüft, bevor der Container dann schließlich am 1. Dezember 2009 auf die Reise ging.


Ein Schwerlastkran hebt den Container wieder auf einen LKW: er wiegt etwa 18 Tonnen. An Peters Stall geht es mit wenigen Centimetern an einer Ecke vorbei, dann ist er auf dem Weg nach Karlsruhe zum Reihnhafen, dann per Schiff danch Rotterdam, über den Atlantik, durch den Panamakanal, an der Pazifikküste weiter nach Süden nach Arica (Chile). Von dort geht es per LKW weiter über die Anden nach Santa Cruz. Gute Reise!

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